Bea 6. September 2010
Überglücklich dürfen wir Euch mitteilen, dass unsere Tochter ANNABELLE HELENE seit dem 30. August bei uns ist! Die Geburt war heftig, aber rasch und letztlich unkompliziert. Die kleine Maus ist gesund und hat unser aller Herzen im Sturm erobert. Die großen Geschwister sind herzig und “kümmern” sich goldig um die kleine Schwester. Ein paar Rahmendaten für die Interessierten: Annabelle war bei Geburt 3.390 Gramm schwer und 52 cm lang. Sie hat – erstaunlich – viele dunkle Haare und ist einfach das süßeste Baby der Welt!!!
Nun proben wir den Alltag mit Fünfen zu Hause…. Leider kann Marcus so gut wie keinen Urlaub nehmen, so dass die Eingewöhnungsphase einen wirklichen Sprung in den Alltag bedeutet.
Wir sind stolz und sehr sehr glücklich!
Bea 11. August 2010
Papa Marcus kündigte Lotte an, dass beide Grosselternpaare zu Besuch kommen. Lottes Kommentar: “Oh man, das wird aber ein Durcheinander!”
Beim Blick aus dem Fenster in den regennassen Nachmittag seufzt Lotte: “Das haben wir uns aber anders vorgestellt…”
Bea 29. Juli 2010
“Naville” – ob als Eis, Pudding oder Joghurt – steht hoch im Kurs bei Lotte. Was weh tut, ist ein “Spittler”, der sich schon mal nach dem Klettern und Spielen irgendwo festsetzt.
Ruben erweitert seinen Sprachschatz ebenfalls: “Piek” – er kitzelt jemanden. “Ooooooooooh” für alle großen Autos und LKW´s. “Pipi”, wenn er selbst es tut oder jemanden auf dem Klo sitzen sieht (dann muss er überprüfen, ob auch alles richtig läuft, drängelt sich zwischen Popo des Pinklers und Klobrille und schaut nach dem Rechten). “Tatte” für seine heißgeliebte Schwester. “Bumm”, wenn er sich gestoßen hat oder gefallen ist.
Bea 19. Juli 2010
Lotte: “Das war ein armer Tag heute, Mama!”
Mama: “Warum denn, Lotte?”
Lotte: “Weil ich heute alles allein machen musste!”
Endloses Gelächter am Abendbrottisch.
Bea 24. Juni 2010
Immer wieder müssen wir lachen, bis das Bauchweh kommt über das, was Lotte uns mitteilt. “Den Pups schenk´ ich Dir, Mama!” war heute Morgen der unbeschwerte Start in den Tag. “Partnerlook” ist momentan hoch im Kurs: mit den Schläppchen ähnlich wie Mamas, mit Kleidung in identischer Farbe wie Rubens, mit einer Jeans wie Papa (am Wochenende). “Da hab´ ich aber wieder Theater gemacht, Mama, oder?” (Ja, Lotte!) – Selbsterkenntnis, leider oft genug ohne den wirklichen Willen zur Veränderung. “Ich kann mich nicht bücken und die Schuhe anziehen, das ist zu anstrengend mit dem Baby in meinem Bauch!” – sagt LOTTE und nicht die wahrhaft Schwangere!
Bea 24. Juni 2010
Was ist das herrlich hier, im Sommer, in Deutschland! Die Luft ist klar und rein (sogar direkt unter den Bayer-Schornsteinen), es ist nie schwül (wenn auch böse Zungen manchmal anderes behaupten – aber der Shanghai-Langzeit-Aufenthalt-Gestählte hat bekanntlich ja andere Maßstäbe), es gibt herrlichen Spargel (gerade vorbei) und leckerste Erdbeeren (fängt jetzt so richtig an) – beides vermisst in der China-Metropole, die Kinder Sand-und-Gras-Essen zu lassen bereitet der besorgten Mutter keine Bauchschmerzen (den Kindern auch nicht), es ist grün grün grün allüberall und wir können die Stadt schnell hinter uns lassen, dem Mitfiebern bei der Fussball-WM steht keine Zeitverschiebung im Wege, Eisdielen in Fussgängerzonen laden ein groß und klein, dafür gibt es keine Mücken, die uns auffressen wollen. Herz, was willst Du mehr?
Bea 14. Juni 2010
Nach einer wunderschönen Urlaubswoche am Bodensee in Überlingen sind wir wieder daheim. Es war phantastisch – für uns alle Vier! Wir hatten eine FeWo auf einem Bauernhof, Landleben pur inclusive: einer Kälbchengeburt, die wir gleich am ersten Abend sehen durften; Zugucken beim Melken; frischester Frühstückseier jeden Morgen samt selbstgebackenem Brot der fleissigen Bauersfrau sowie selbst gekochter Marmeladen (hmmm!); diverser Besuche im Pferde-/Hühner-/Kuhstall; und und und. Eine Fahrt mit dem Ausflugsboot quer über den Bodensee, einmal Schwimmen im (nur 18 Grad warmen) Bodensee (Lotte & Marcus) sowie in der Therme (mit freiem, nur von Schwimmflügelchen gestützten Schwimmen von Lotte!), einmal Ponyreiten (uiii!) rundeten das Programm ab. Lotte wollte gleich dort bleiben und gar nicht mehr nach Hause…. Heute ist der 1. Kindergartentag, sie wurde freudig von ihrer Freundin Lin begrüßt, alles wieder im Lot.
Mir geht es leider nicht so gut. Ich habe seit einigen Wochen starke Schmerzen, die teilweise so eskalieren, dass ich kaum laufen kann. Da ich noch 2 1/2 Monate bis zur Geburt vor mir habe, ist das extrem mühsam. Aber immerhin ist das Baby munter, es geht ihm gut und entwickelt sich prima!
Bea 7. Mai 2010
Hm, naja, schreiben oder nicht, was tun, da bin ich jedenfalls noch mal, mal sehen wie oft noch…
Lottes regulärer Eintritt in den hiesigen Kindergarten (ca. 50 m zu Fuß um die Ecke!) ist einen neuerlichen Beitrag wert, finde ich. Nach ein paar einzelnen Schnupperhalbtagen geht sie nun regelmäßig (“so wie Papa jeden Tag zur Arbeit”‘) und mit ganz viel Spaß. Es ist einfach herrlich, wie gern sie dort ist, den Kontakt mit anderen Kindern, Großen und Gleichaltrigen, den Erzieherinnen (sind alle SO nett!) und die vielfältigen Anregungen genießt und aufgreift. Die Langeweile zu Hause mit Mama hat endlich ein Ende! Ich meine festzustellen, dass sie auch schon hier kooperativer wird und nicht jedesmal und automatisch ein “NEIN!” kommt, wenn ich etwas von ihr will. Dafür bringt sie dann Sprüche mit wie “Du bist nicht mehr meine Freundin!” oder “Ich lade Dich nicht zu meinem Geburtstag ein! – Das wäre doch schade, oder?” Als gute Esserin ist sie schon bekannt, schafft manchmal sogar 2 Portionen. Wow, Lotte.
Ich finde es eine große Entlastung, vormittags “nur” mit Ruben zu sein, und wenn der kleine Fratz schläft, auch mal ganz in Ruhe etwas erledigen zu können – oder einen Blog-Beitrag zu schreiben.
Ruben entdeckt weiterhin die Welt. Alles wird ausprobiert, laufen und rennen ist toll, und auch der Schalk sitzt ihm im Nacken – mit einem breiten Grinsen beim Weglaufen hämmert er auf die Computertasten oder drückt die Knöpfchen der “Sterolage” (Zitat Lotte). Tja.
Beide Kinder wühlen hingebungsvoll im Sand (wenn das Wetter einen Spielplatzbesuch denn zulässt…), Ganzkörperbad am Abend obligat.
“Nr. 3″ in meinem Bauch wächst auch prima und ich mit. Er/sie/es (wo bleiben die Namensvorschläge???) drückt schon ordentlich nach unten und macht mir das Laufen und Kindertragen manchmal etwas schwer.
Bea 27. April 2010
Schweigen im Walde respektive Netz. Haben die Grüns nichts mehr mitzuteilen? Ist der PC noch nicht ausgepackt oder angeschlossen? Fehlen ihnen gar die Worte für den Alltag in Deutschland? Weder weder noch. Es fehlt uns schlicht und einfach die Zeit, all die Kleinigkeiten festzuhalten, die sich in unserem Alltag ereignen. Und die Frage, ob es überhaupt noch von Interesse ist für etwaige Leser, zu lesen, wie Alltag mit Kleinkindern aussieht – kennt den doch (fast) jeder selbst – treibt uns auch um. Wahrscheinlich gibt es noch ein paar Wochen der Agonie, bis dieser Blog seinen Todesstoß erhält… Er war uns ein treuer Begleiter. (Einen richtigen Nachruf gibt es dann nach Ableben!)
Bea 23. März 2010
Wir kommen mehr und mehr an in der neuen Heimat. Inzwischen sind fast alle Kisten ausgepackt, es hängen schon einige Bilder an den Wänden und somit gewinnt die Wohnung mehr und mehr an Gemütlichkeit.
Was noch fehlt, sind Kontakte zu anderen, das Kennenlernen der Nachbarn, Freunde für die Kinder und für uns. Das kommt dann hoffentlich im Frühjahr, wenn alle sich wieder aus den Höhlen wagen.
Im Mai kann Lotte endlich im Kindergarten anfangen – das wird für uns alle eine grosse, hoffentlich positive Veränderung werden.
“Nr. 3″ wächst und gedeiht, mein Bauch ist schon erschreckend rund (ist erst die 17. Woche!), und ich kann schon nur noch Schwangerschaftskleidung tragen. Puh. Wo soll das enden?
Nach einigen Turbulenzen und einem Besuch in der Notfallambulanz am vergangenen Wochenende wegen zunehmender Bauchschmerzen läuft nun alles wieder in ruhigeren Bahnen, der Verdacht auf Abklemmung eines Eierstocks hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet, sondern sich von allein wieder gelöst und nur Schrecken verbreitet. Noch einmal: Puh!
Nun freuen wir uns auf Ostern, schmücken bereits fleissig die Wohnung, blasen Eier aus, basteln Buntes und kramen im Geheimen.